14 Monate nach Beginn des ersten Lockdowns – Was ist im Fuchsbau los?

Im März vergangenen Jahres war nicht vorauszusehen, dass uns Corona auch heute noch im Griff hat. Die dem Lockdown folgenden Monate ohne Führungsbetrieb und mit weitgehendem Stillstand des öffentlichen Lebens haben alle bestehenden Projekte zum Stocken gebracht. Dann aber, nach Lockerung der Vorschriften und Öffnung der Museen und Technischen Denkmäler im Sommer 2020 kehrte die Zuversicht zurück. Nicht ganz freiwillig konzentrierten sich die Reisewilligen auf unsere schöne Heimat und brachten – für einige Monate – Besucherrekorde. Der erneute Lockdown „light“ ließ zwar einzelne Aktivitäten für die ehrenamtlich Tätigen zu, verhinderte aber die für den Betrieb des Technischen Denkmals erforderlichen Einnahmen aus dem Führungsbetrieb. Dieser ruht bis heute.

Wie sieht es nun 14 Monaten später im „Fuchsbau“ aus?

Die ehrenamtlich Tätigen haben unter Wahrung der geltenden Hygienevorschriften und Einschränkungen den technischen Betrieb aufrechterhalten und die Zeit genutzt, Liegengebliebenes voranzutreiben. Im Mittelpunkt stand hierbei die Weiterentwicklung von Ausstellungsräumen im Kopfbau des ehemaligen Bunkers. Dazu zählten die Auswahl und Aufarbeitung neuer Ausstellungsstücke ebenso wie der Bau von Vitrinen.

In Zusammenarbeit mit dem Chefarzt der Rettungsstelle des Helios Klinikums Bad Saarow, Herrn Prof. Dr. med. Olaf Schedler ist aus der Planungsphase in die praktische Umsetzung gegangen, die Geschichte der Militärmedizin aufzuarbeiten und darzustellen. „Die ehemalige Militärmedizinische Akademie Bad Saarow und die Militärmedizinische Sektion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald sind die beiden Aus- und Weiterbildungsstätten für angehende Militärärzte der Nationalen Volksarmee gewesen. Ich bin sehr froh, dass hier im Fuchsbau die Möglichkeit besteht, diese Geschichte zumindest teilweise aufzuarbeiten.“ sagte Prof. Schedler. Da ist noch viel zu tun. Geschichtslehrer, historisch Interessierte und handwerklich Begabte sind zur Mithilfe und Unterstützung aufgerufen. Rückmeldungen bitte an ines.schmidt@bunkermuseum-fuchsbau.de .

2019 hat sich eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit mit dem Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum gGmbH (www.FAWZ.de) entwickelt, die im Rahmen eines Projektes Jugendlichen und jungen Erwachsenen Unterstützung bei der Eingliederung in das Berufsleben gibt. „Die jungen Erwachsenen sind mit Feuereifer bei der Sache, weil Sie am Ende des Projekttages das Erreichte sehen können.“ berichtete Frau Beckus vom FAWZ. Dadurch konnten im denkmalgeschützten Bereich pflegerische Arbeiten vorgenommen werden.

Auch wenn 2020 und in den ersten Monaten 2021 nicht alle Blütenträume reifen konnten, bestehen hoffnungsvolle Ansätze in verschiedenen Bereichen. Es würde aber schneller und besser gehen, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützen können. Wir freuen uns über jede unterstützende Hand und jeden helfenden Kopf. Wie wäre es denn mal mit einem Schnuppertag? Frau Ines Schmidt erwartet Ihre Kontaktaufnahme unter ines.schmidt@bunkermuseum-fuchsbau.de